„Neben Stille, Zeit und einem Bleistiftstummel sind ein paar aufgesammelte Worte unabdingbar, die etwas anklingen lassen, etwas in sich speichern, Zeiträume öffnen, einen irgendwohin führen wollen. Aber auch Dinge, Gegenstände, Details, die mehr wissen als ich selbst...“, merkt Walle Sayer zu seinen neuen Gedichten an, entstanden 2006 - 2012, die im Frühjahr 2013 unter dem Titel "Erwähnenswertes" erscheinen.
Die "STIMULANZIEN", die er dabei zum Schreiben braucht:
Ein Fenster, das unsignierte Jahreszeiten rahmt.
Die tote Maus, die morgens vor der Haustür liegt.
Abgestandenes Gesöff aus Wahlbier, Meßwein, Siegersekt.
Der Kinderblick, der Zirkuswägen nachsah.
In eine unreife Mostbirne beißen.
Bereits seit seinem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie ist Dr. Kurt Oesterle journalistisch tätig. Für seinen autobiografischen Roman „Der Fernsehgast“ erhielt der Tübinger Schriftsteller 2002 den Berthold-Auerbach-Literaturpreis. Mit „Mordwand und Todeskurve“ und „Stammheim“ verfasste er zwei größere Reportagen mit zeitgeschichtlichem Hintergrund. Er liest aus seinem neuen Roman "Wunschbruder", der 2013 erscheinen soll. Die Geschichte eines Einzelkinds und eines Flüchtlingsjungen spielt in den sechziger und frühen siebziger Jahren sowie in der Gegenwart.
Bereits während seiner Berufstätigkeit als Gymnasiallehrer in Horb, Rottenburg und Tübingen verfasste Egon Gramer zahlreiche Hörspiele und veranstaltete literarische Workshops. Nach seiner Pensionierung schrieb er 2005 seinen ersten Roman "Gezeichnet: Franz Klett.", für den er mit dem Berthold-Auerbach-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. 2007 legte er seinen zweiten Roman "Zwischen den Schreien." vor. Über seinen dritten Roman "Allerscheinheiligen", der im Herbst 2012 herauskommt, verrät er: "In einer kleinen Stadt mit Bischofssitz erscheint eines Tages ein dunkelhäutiger Mann mit schwarzem Bart und einem Mönch, seinem Sekretär. Die Stadt gerät in frommen Aufruhr. Sebastian, ein Schüler, spürt detektivisch seltsamen Dingen nach. Im Kloster Tiefenthal sprudelt eine Quelle. Ein Wunder! - Die Dinge nehmen ihren Lauf."
Diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Berthold-Auerbach-Literaturkreis wird gefördert von der Marbacher Arbeitsstelle für Literarische Museen in Baden-Württemberg und der Stadt Horb.
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €, Schüler frei.